Paläontologisches Museum

Das Museum ist der öffentlich zugängliche Teil der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie. Es widmet sich der Entwicklungsgeschichte der Erde und des Lebens und zeigt Fossilien von Tieren und Pflanzen aus allen Epochen der Erdgeschichte.

Unsere Sammlungen

Die Bayerische Staatssammlung für Paläontologie und Geologie beherbergt eine der größten geowissenschaftlichen Sammlungen Deutschlands und ist international von großer Bedeutung. Die Sammlung umfasst vor allem Fossilien, daneben sedimentäre, magmatische und metamorphe Gesteine sowie Meteoriten und Minerale.

Fossile Weichtiere

Weichtiere (Stamm Mollusca) bilden einen bedeutenden Teil der Bestände der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie. Sie sind mit einigen Hundertausend Exemplaren vertreten, die etliche Tausend von Arten repräsentieren. Darunter befinden sich zahlreiche Typusexemplare und Abbildungsoriginale.

Paläobotanik

Die Paläobotanik beschäftigt sich mit den fossil gewordenen Resten der Vegetation der geologischen Vergangenheit. Sowohl Makroreste (z.B. Abdrücke von Blättern, Samen, verkieseltes Holz) als auch mikroskopisch kleine Fossilien (z.B. Sporen, Pollenkörner) und Spuren (z.B. chemische Signale im Gestein) werden herangezogen, um das Aussehen und die Biologie früherer Pflanzen sowie ihre paläogeographische Verbreitung, stratigraphische Reichweite und Signifikanz, Evolution und Paläo-Diversität zu rekonstruieren.

Fossile Säugetiere

Das Archiv der Sektion Fossile Säugetiere der BSPG umfasst Gebiss- und Skelettreste von ausgestorbenen Säugetieren und deren nächsten fossilen Verwandten (Synapsida). Die Fundstellenschwerpunkte liegen in Südbayern in den Süßwassersedimenten des nördlichen Vorlandbeckens der Alpen (Molassebecken) und in den Spalten der verkarsteten Fränkischen Alb.

Molekulare Geobiologie und Paläontologie

Die Forschungsgruppe von BSPG-Direktor Prof. Gert Wörheide untersucht Wechselbeziehungen zwischen Geo- und Biosphäre der Gegenwart und der Vergangenheit sowie Evolutionsmuster und -geschwindigkeit mit molekularbiologischen Methoden unter Berücksichtigung von lebenden und fossilen Organismen.

Geologie & Historische Geologie

In der SNSB-BSPG sind gegenwärtig etwa 60.000 Inventar-Einheiten verschiedener Gesteine vom stecknadelkopfgroßen Mineralkorn bis zu Tonnen-schweren Gesteinsblöcken archiviert, etwa die Hälfte davon in Außenlagern oder in Ausstellungen. Nach Probenart handelt es sich überwiegend um Handstücke, daneben auch Anschliffe, Dünnschliffe, Lackprofile, Bohrkerne und Lockerssedimente in Probenbehältern.

Präparatorium

Im Präparatorium und angeschlossenen  Laboren werden mit mechanischen und chemischen Methoden Fossilien  freigelegt und konserviert. Zu den Techniken gehören  Säurepräparation, Sandstrahl- präparation, mechanische  Präparation, Mikropräparation unter  dem  Binokular, Herstellung von originalgetreuen Abgüssen und Montagen, Ausstellungstechnik und -gestaltung,  sowie Grabungstechnik.

Bayerische Staatssammlung für Paläontologie und Geologie

Die Bayerische Staatssammlung für Paläontologie und Geologie (SNSB-BSPG) ist ein Zentrum zur Dokumentation und Erforschung der Entwicklungsgeschichte und Vielfalt des Lebens auf der Erde, der Wechselbeziehungen zwischen den Organismen untereinander und mit dem System Erde sowie der geologischen Grundlagen. In Bayern ist sie die für Fossilfunde und Gesteine zuständige staatliche Einrichtung.

Einblicke in die Forschung

Klimawandel: Entkoppelte Stressreaktion macht Oktokorallen robuster

Einblicke in die Forschung

BSPG- und LMU-Wissenschaftler haben Mechanismen identifiziert, die Oktokorallen gegenüber den Folgen des Klimawandels unempfindlicher als andere Arten machen.

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Neues zu Riesenammoniten der Kreidezeit

Einblicke in die Forschung

Bis zu 1,74 Meter misst Parapuzosia seppenradensis, der größte Ammonit der Welt im Durchmesser. Weltweit gibt es nur wenige Fossilfunde dieser bereits ausgestorbenen Kopffüßer-Art aus der späten Kreidezeit (100-66 Millionen Jahre).

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Biodiversität der Tiefsee vor Neuseeland artenreicher als gedacht

Einblicke in die Forschung

Ein Team um den BSPG/LMU-Geobiologen Gert Wörheide entdeckte bei einer Tiefsee-Expedition vor Neuseeland sechs neue Arten von Glasschwämmen.

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Rundgang im Lichthof

Dreihorn-Saurier

Rundgang Saurier und fossile Vögel

Triceratops war ein später Vertreter der horntragenden Dinosaurier (Ceratopsia), einer Untergruppe der ausschließlich pflanzenfressenden Vogelbecken-Dinosaurier (Ornithischia).

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Fischsaurier-Muttertier

Rundgang Saurier und fossile Vögel

Die Fischsaurier (Ichthyosaurier) sind eine sekundär aquatische Gruppe der Reptilien. Sie waren so weitgehend an das Leben im Wasser angepasst, dass sie nicht mehr zur Eiablage ans Land gehen konnten.

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Mahagoniholz

Rundgang fossile Baumstämme

Fossile Hölzer der Gattung Carapoxylon aus der Familie der Mahagonie-gewächse (Melicaceae) sind vor allem aus dem Ottnangium bis Bade-nium (Miozän) Zentraleuropas (Nordalpines Molassebecken) bekannt.

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